Philosophie der Camps
  • Auf dem Camp sollen die Jugendlichen die Arbeit der Zukunft schon heute erleben
  • Wie die Arbeit der Zukunft unserer Meinung nach aussieht:
    • im wild gemischten Team mit verschiedensten Hintergründen, an Problemen, an Projekten arbeiten, die man selbst auswählt.
  • Die Teilnehmer formen Projektgruppen mit verschiedenen Disziplinen und Kompetenz-Levels
  • Jeder nimmt eine Rolle an, in der er dazulernen will: Designer, Programmierer oder Produktmanager
  • Anfänger und Fortgeschrittene arbeiten zusammen in einem Team
  • Keine Hierarchien: Auf dem Camp sind alle Lernende, egal ob sie Teilnehmer sind, Teamer oder Coaches
  • Auch sind die Teammitglieder verschieden alt (zwischen 12 und 20)
  • Um die Zusammenarbeit zu ermöglichen, gelten im Camp ein paar wenige Regeln
    • Können = Verantwortung: Wer mehr (Coden, Designen, Projekte entwickeln) kann, hat mehr Verantwortung gegenüber denen, die noch nicht so viel können
    • Alter = Verantwortung: Wer älter ist, hat Verantwortung für die Jüngeren
    • Jeder ist für sein eigenes Lernen verantwortlich
    • Wir helfen einander
  • Integrativ: Egal ob Mädel, Junge, Technikferner, Nerd, Autist, Störenfried, Anfänger, Fortgeschrittener – auf dem Camp arbeiten alle zusammen und präsentieren am letzten Tag ein Produkt, das sie selbst entwickelt haben und auf das sie stolz sind
  • Das Camp setzt an der Motivation der Teilnehmer zur Gestaltung ihrer Umwelt an, nicht an ihren Vorkenntnissen: Wer Lust hat, ein eigenes Problem oder eine Idee zu einem digitalen Produkt zu machen, ist immer willkommen
  • Das Camp ist ein Mitmach-Camp: Je mehr man sich engagiert, desto mehr nimmt man mit. Wer sich hinsetzt und wartet, dass er etwas serviert bekommt, geht leer aus.
  • Mit vorhandenen Ressourcen arbeiten: Wir richten den Fokus auf das, was da ist (andere Teilnehmer, eigene Kreativität), nicht auf das, was fehlt ("besseres Internet", "bessere Tools", "bessere Tutorials")
  • Abstimmung mit den Füßen: Die Zeit auf dem Camp ist kostbar, jeder bestimmt selbst, wie er sie nutzen will. Bringt etwa ein Workshop nichts, kann jeder einfach gehen.
  • Im Austausch mit der Praxis: Die Coaches bringen viel Erfahrung im Entwickeln von digitalen Produkten und der Arbeit in Teams mit - durch enge Zusammenarbeit werden
  • Aus dem normalen Kontext nehmen: Die Camps finden bewusst außerhalb der Schule, dem Klassenverband und dem Lernalltag statt. In inspirierendem und geschütztem Raum lernt sich leichter.

Pädagogisches Konzept

  • Das Camp ist ein geschützter Raum: Experimentieren und Scheitern ist möglich
  • Jugendliche ernst nehmen: Jugendliche haben eigene Themen und Probleme und brauchen nicht noch mehr Erwachsene, die ihnen sagen, was sie zu tun haben ("Du musst programmieren lernen")
  • Jeder ist für sein Lernen selbst verantwortlich: Ziel und Tempo legt jeder selbst fest
  • Peer-Learning: Die TN bringen schon ganz viele Kompetenzen mit und helfen sich gegenseitig. Dabei helfen Poster mit Namen, Bild und Kompetenzen
  • Vorbilder
  • Selbsteinschätzung stärken: Jugendliche können sich und ihre Leistung gut selbst einschätzen. Bei allen Präsentationen werden die Teilnehmer zuerst zu einer Selbsteinschätzung aufgefordert
  • Selbstorganisation fördern: Die Jugendlichen bilden die Gruppen selbst, sie sind auch dafür verantwortlich, dass alle involviert sind und sinnvolle Aufgaben haben
  • Ehrliches Feedback: Bei Präsentationen und beim Gespräch mit Coaches können die Teilnehmer ein ehrliches Feedback zu allen Themen bekommen
  • Große, reale Probleme statt kleine ausgedachte Häppchen: Weil sie die Projekte selbst aussuchen, arbeiten die Gruppen an wirklichen Problemen aus der Lebenswelt der Jugendlichen. Die ganze Dynamik der Gruppenarbeit ist Teil der Lernerfahrung (Überforderung, Zeitmangel, zu große Ziele, Konflikte wegen verschiedener Zielvorstellungen)
  • Team- und Technikskills gleich wichtig: In der Projektarbeit geht es gleichermaßen darum, sich technische Fähigkeiten anzueignen wie darum, verschiedene Teamskills zu erwerben: Präsentieren, Moderieren, Planen, Konflikte lösen, Mit Druck und Enttäuschungen umgehen, Probleme lösen
  • Workshops nach Bedarf: Die Teilnehmer bestimmen zusammen, zu welchen Themen sie Input durch Coaches oder erfahrene Teilnehmer brauchen. Sofern möglich, werden diese Workshops dann angeboten

Warum Firmen mitmachen sollten

  • Das gesamte pädagogische Konzept ist 1:1 für Coaches und Firmen gültig, die am Camp teilnehmen
  • Camp ist Vorbild für Firmen-Kultur der Zukunft
  • Ohne Hierarchie, im experimentellen Kontext lernt lernt jeder gerne und leicht
  • Offene Atmosphäre, in der alle Fragen gestellt werden können
  • Coaches lernen auf Camp ganz viel
    • Zuhören
    • Geduldig sein
    • Zugang zu verschiedenen Menschen gewinnen
    • Erklären lernen
    • Menschen dazu bringen, eigene Lösungen zu finden
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Die Code+Design Initiative e.V. ist ein gemeinnütziger Verein zur Berufs- und Studienorientierung im Bereich Informatik und Design.

Vereinsregister VR 35667 B | Code+Design Initiative e.V., Lohmühlenstr. 65, 12435 Berlin